IKEA Dioder und Arduino – ein erster Test

In der Nachbarschaft blinkt und leuchtet es schon wieder recht kräftig. Wie immer, knapp bei Kasse und eher bastelwillig suchte ich mal, was ich denn basteln könnte um die Nachbarn auch weihnatlich mit Licht zu nerven einzustimmen. Da liegt ja noch so ein IKEA DIODER rum, den ich eigentlich kaum verwende. Ob man den eventuell per Arduino steuern könnte? Gesagt getan, Multimeter raus gekramt und erst mal ausgemessen: Betriebsspannung 12V, Strom für einen Strip zwischen 16,1 mA und 44,7 mA bei 12V.
Auf der Rückseite des Dioder-Strips steht passenderweise die Pinbelegung: RBGW, wobei W +12V sind. Widerstände sind im Strip selber schon enthalten, daher verzichtete ich auf Vorwiderstände. Der Arduino selber liefert 5V mit maximal 40 mA per digitalem Ausgang. Daher bedueten 12V Betriebsspannung und bis zu ca. 45 mA Strom, dass man den Strip am besten über einen Transistor oder MOSFET. BC337-40 NPN Transistoren hatte ich gerade da (Notiz an mich: MOSFTEs kaufen), es konnte also los gehen.

Nächster Schritt: Datenblatt des BC337-40 angeschaut, festgestellt, dass der die LEDs locker ansteuern kann und maximal 100 mA Baisstrom auf Dauer verträgt. Soweit so gut, 5V Maximalspannung am Ausgang des Arduino, da kann man dann ja einen Widerstand rein hängen um den Basistrom (IB) zu begrenzen. Aber wie hoch soll der werden? Meine letzten Reste an Elektrotechnikwissen rausgekramt und nachgeschaut wie hoch denn der „DC current gain“ des BC337-40 wäre. Der läge bei einem Collectorstrom (IC) von 40 mA und VCE von 1 V bei ca. 150. Wenn ich mich nicht total irre, bräuchte ich also mindestens 0,3 mA IB um den einen Strip richtig bedienen zu können.  Da ich einen 1,3 kΩ Widerstand zwischen Arduino und Basis verwendete und IB daher auf ca. 3,8 mA beschränkte, sollte das auch kein Problem darstellen.

Flugs mal eben die Schaltung zusammen gesteckt.
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Goldene Käfige des Internets

Ich bin gerade ganz schön stinkig. So ungefähr zu gleichen Teilen auf mich und auf Google. Hätte ich geahnt, wie mich der einfache Test eines Lumia 930 mit Windows Phone 8.1 dazu bringen wird die Nutzung von „freien“ Diensten zu überdenken, hätte ich den Test schon früher gemacht. Aber der Reihe nach. Weiterlesen

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Auschwitz, Gedenken und Scham

Alle Jahre wieder, wird der Befreiung von Ausschwitz erinnert. Und alle Jahre wieder kommen Stimmen auf, dass es nun auch endlich mal gut sei. Immerhin könne man ja nichts für seine Vorfahren und überhaupt sei der Holocaust ja immer das Totschlagargument in Diskussionen mir moralischen Komponenten. Alle Jahre wieder wird einem im Kommentaren gesagt, dass man sich schämen solle, das es eine besondere Verantwortung Deutschlands gäbe. Alle Jahre wieder, stell ich mir selbst die Frage, ob das Gedenken in dieser Form wirklich sinnvoll ist.

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Es lebt! Arduino und Bluetooth

HC-05 mit Kabeln

Aus der Serie „nicht schön, aber selten“: HC-05 mit Kabeln für Tx (gelb), Rx (grün), Vcc 3.3V (rot) und GND (schwarz).

Wie ein kleines Kind hab ich mich gerade über eine blinkende LED und eine funktionierende minicom Anbidnung über per Bluetooth an den Arduino gefreut. Aber der Reihe nach.

Heute kam endlich mal wieder ein Paket mit ein wenig Kleinzeugs an. Neben zwei Infrarot-Abstandssenoren, einem L3GD20H 3-Achsen-Beschleunigungsmeter auf einem Board von Pololu, war auch ein HC-05 Bluetooth Modul dabei. Kleines böses Erwachen war, dass am HC-05 keine Pins zum anlöten dran oder dabei waren, nach kurzem experimentieren hab ich dann einfach passenden Kabel angelötet.

Das Anlöten selber war ein wenig ungewohnt und mit dem Zweifel behaftet die Anschlüsse zu schrotten oder eine Lötbrücke einzubauen. Nach einigen Versuchen, kam mir dann der mehr oder weniger rettende Einfall und ich klemmte das Modul in die Rinne eins Breadboards. Weiterlesen

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Geburt

Wie lange doch so eine Auszeit gehen kann. Statt 4-6 Wochen, sind das nun schon fast 6 Monate. Noch 3 weitere Monate und man könnte echt schon fast von einer (Wieder)Geburt sprechen.

In den letzten 6 Moanten ist doch ganz schön viel geschehen. Ich glaube auch nicht, dass ich den Wochenrhythmus wieder aufnehmen kann, oder gar muss. Neben neuem Job, neuer Beziehung, neuen Erkenntnissen und Erfahrungen und den immer noch mehr oder weniger selben Problemen, fasse ich so langsam wieder Tritt im, neuen, Leben. Trotzdem kommen mir hin und wieder noch altneue Gedanken in den Sinn. Altneu, weil die Gedanken und Gefühle nicht neu sind, aber die Wahrnehmung sich doch verändert hat. Es wälzen sich schon seit ein paar Wochen immer wieder Textfragmente durch meine Gedanken. Seit ein paar Tagen nimmt das ein oder andere Fragement Form an und versucht sich durch meine Finger einen Weg nach außen zu bahnen. Hin und wieder steht es kurz davor, dann kommt etwas dazwischen und mag es doch nicht raus. Ein wenig wie Geburtswehen vielleicht. Es tut weh, da sind Gedanken die bald Ihren Weg finden werden. Fragt sich nur noch wann.

Vielleicht ist das mit der Wiedergeburt des Blogs gar nicht so untreffend gedacht….

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Auszeit

Nach 54 Artikeln in ungefähr einem Jahr, muss ich mir und dem Blog mal eine kleine Auszeit gönnen. Keine Sorge, in so 3-6 Wochen bin ich sicher wieder am Schreiben und hab wahrscheinlich auch schon ein paar Texte auf Vorrat geschrieben. Ideen und Themen schwirren schon genug in meinem Kopf herum: Masern, Überfluss, Schubladen für Menschen, das ein oder andere Foto kommt sicher auch noch und das ein oder andere Arduino-Projekt auch (angedacht ist hier eine Automatisierung meiner Senseo, an den Android-Wecker gekoppelt). Ihr seht, Ideen und Themen sind vorhanden. Nur das mit der Zeit haut gerade nicht hin. Ganz und gar nicht.
Einige von euch haben es vielleicht schon mitbekommen, ich habe tatsächlich einen neuen Job gefunden, muss meine Promotion aber immer noch irgendwie fertig bekommen und bin momentan auch aktiver auf Parterninsuche – auch dazu könnte ich einen Text schreiben, warum ausgerechnet ich mich doch mal für eine online Partnerbörse angemeldet habe. Momentan nimmt mein Leben einfach neue Fahrt auf, wird ein wenig durchgeschüttelt und ich muss einfach wieder einen Rhythmus finden, der es mir erlaubt einen Artikel in der Woche zu schreiben.

Langer Rede, kurzer Sinn: Die nächsten Wochen wird es hier auf dem Blog eher ruhiger. Was nicht bedeutet, dass vielleicht doch mal ein spontaner Artikel erscheint 😉

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Europahymne

Gerade eben, auf dem Heimweg von der „Blauen Nacht“ in Nürnberg, stimmten drei sichtlich angetrunkene Jungs – augenscheinlich Club-Fans und nicht mehr in der Lage ihre Lautstärke zu kontrollieren – erst ein Stück aus dem Rambo-Soundtrack an, kamen dann über „Eye of the tiger“ zu einem Stück aus „König der Löwen“. Sonderlich textsicher waren sie dann aber nicht wirklich. Dafür Laut und gar nicht mal so schräg.

Einer der drei kam dann auf die Idee die italienische Nationalhymne anzustimmen, woraufhin seine beiden Mitfahrer lauthals einstiegen und alle mit den ersten Takten der deutschen Nationalhymne endeten. Bemerkt, dass da irgendwas nicht ganz stimmte, besannen sie sich dann erst mal auf „La la la“ als Text und schmetterten voller Inbrunst das Hauptthema  „An die Freude“ aus Beethovens neunter Sinfonie.
Jetzt hat dieses Hauptthema zwei sehr schöne Eigenschaften. Erstens ist ein rein instrumentales Arrangement die Europahymne und zweitens vertont sie Schillers Gedicht „An die Freude„. Wie einer der drei vollkommen richtig und lautstark kund tat, kommen die Textstellen „Freude, schöne Götterfunken“ und „Allen Menschen werden Brüder“ darin vor.
Während die drei den textlosen Teil der Europahymne improvisierten meinte eine meiner Sitznachbarn, dass sei jetzt aber die deutsche Hymne.

Und ich, ich saß da, wünschte mir ich könnte singen und sei textsicher, grinste ob der kommenden Europawahl und dachte „Hey, vielleicht wird das mit einem freien, vereinten Europa doch noch was. Und vielleicht sind wir teilweise schon weiter, als wir alle dachten. Ganz unabhängig von einer institutionalisierten EU.“

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Mensch sein

„Erst im Umgang mit den sogenannten Bestien und Monstern, mit Menschen also, auf denen das gesamte Unwerturteil einer Gesellschaft lastet, entfaltet der Rechtsstaat seine ganze Größe.“

Dieser Satz steht in einem Portrait, dass „Die ZEIT“ über die Strafverteidigerin Anja Sturm veröffentlicht hat.
Dieser Satz ist an sich schon mächtig genug, birgt aber doch noch so viel mehr.
Dieser Satz trifft tief.
Dieser Satz zeigt direkt auf einen Aspekt, der Mensch sein aus macht – losgelöst vom NSU-Prozess.

Es ist einfach sich dann an seine Ideale und Überzeugungen zu halten, wenn es einfach ist. Wenn alles läuft. Richtig interessant, wird es aber erst dann, wenn es Kraft und Energie kostet für seine Überzeugungen und Ideale einzustehen. Und damit meine ich jetzt nicht  Zivilcourage,  sondern das alltägliche. Es fängt damit an, dass man sich selber ständig hinterfragt und sich auch mal gegen den ersten Impuls entscheidet etwas zu tun oder zu lassen. Es bedeutet auch Fehler zuzugeben und zu verzeihen und auch jemanden zu verurteilen oder zu verlassen, wenn es nicht mehr anders geht.

Der Aspekt den dieser Satz zeigt ist die Fähigkeit zur Selbsterkenntnis, zur Reflexion, zur Selbstentwicklung. Ach ja, niemand hat jemals behauptet, dass es einfach ist.

 

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Gruppenspringer

Ihr kennt das. Ihr gehört zu einer Gruppe und es wird erwartet, dass ihr immer und alles mit der Gruppe teilt.
Ihr kennt das. Ihr kritisiert die Gruppe in der ihr euch gerade befindet und beschließt dann dieser Gruppe den Rücken zu kehren.
Ihr kennt das. Ihr werdet in Gruppen gerne gesehen, seid gerne in der Gruppe, unternehmt gerne Dinge mit der Gruppe, seid aber nicht immer bei allem dabei.
Ihr kennt des. Ihr habt nicht nur eine relevante Gruppe in eurem Leben der ihr euch zugehörig fühlt.
Ihr kennt das. Ihr gehört zu einer Gruppe und doch wieder irgendwie nicht.
Ihr kennt das. Ihr stellt fest, dass es euch um einzelne Menschen in der Gruppe geht, nicht um die Gruppe.

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Kreuz und Quer Schaltpläne

Bevor ich mich jetzt beeilen muss um zu pakcken und dann auf zu Zug zu eilen, ganz schnell und unaufgerämut den Schaltplan für das Thermo-/Hygrometer von letzter Woche. Die Verbindungen sind passend zum Code geseteckt, das sollte auf alle Fälleaufgeräumt werden, bevor da mal mehr draus wird.

Die beiden Layouts wurden wieder mit Fritzing erstellt. Wenn das so weitergeht, sollte ich denen mal was spenden.

Breadboard-Layout:

Thermo-/Hygrometer mit einem DHT22, Nokia 5110 LCD und einem Arduino verwirklicht. (Steckplatine)

Thermo-/Hygrometer mit einem DHT22, Nokia 5110 LCD und einem Arduino verwirklicht. (Steckplatine)

Und der Schaltplan:

Thermo-/Hygrometer mit einem DHT22, Nokia 5110 LCD und einem Arduino verwirklicht. (Kreuz und Quer-Schaltplan)

Thermo-/Hygrometer mit einem DHT22, Nokia 5110 LCD und einem Arduino verwirklicht. (Kreuz und Quer-Schaltplan)

Ach ja, das Potentiometer dient dem Regeln der Displayhelligkeit.Und damit schöne Ostern. Machts gut!

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