Duplicati

Was man während der Arbeit an einem größeren Dokument ja auch ganz gerne hat sind mehrere, redundante Backups. Neben den, nicht ganz so regelmäßigen, Backups eines Großeteils meiner Daten auf externe Platten, wollte ich in dem Fall noch den Backup auf einen anderen Rechner und off-site haben.

Auf der Suche nach einem Programm, dass mir das gestattet, bin ich über Duplicati gestolpert. Ein kleines Tool, dass unter LGPL verfügbar ist. Netterweise arbeitet Duplicati im Hintergrund wohl nur mit Standardtools wie ZIP und AES Crypt. Wie schon erahnbar ist, bietet Duplicati verschlüsselte, inkrementelle Backups an. Die Verschlüsselung erfolgt dabei entweder mit AES256 oder mit GnuPG (weitere Software benötigt). Was Duplicati aber zu einem recht angenehmen Tool macht, ist die Möglichkeit Daten per ssh (sftp) oder ftp zu übertragen. Außerdem werden noch diverse Cloud-Dienste wie Google Drive, Skydrive oder die Amazon S3 Dienste unterstützt. Auch eine Unterstützung für WebDAV ist eingebaut.
Bei mir im Einsatz sind nur der sftp und der ftp Modus. sftp benutze ich, um stündlich auf meinen Raspberry Pi zu sichern, ftp um täglich auf einen off-site Server zu sichern. Das einzige, was nicht funktioniert ist, dass geänderte Dateien sofort gesichert werden. Ich spar mir an dieser Stelle komplett erklären wie die Einrichtung und Installation funktionieren, da das eigentlich sehr einfach und verständlich ist. Ihr vergebt einen Namen, wählt aus was gesichert werden soll, wie verschlüsselt werden soll, wohin gespeichert wird und richtet dann denn Zugang ein. Im einem der letzten Fenster, könnt ihr dann noch auswählen, was ihr noch ändern wollt.

Hier könnt ihr noch einzelne Parameter feiner einstellen. Besonders die Zeitplanung lohnt sich anzuschauen.

Hier könnt ihr noch einzelne Parameter feiner einstellen. Besonders die Zeitplanung lohnt sich anzuschauen.

Wählt ihr in diesem Fenster die erste Option an, dann landet ihr in folgendem Fenster.

Zeitplanung

Hier könnt ihr die Zeitpunkte zu denen eine Sicherung ausgeführt wird einstellen.

Wenn ihr den Intervall auf „Benutzerdefiniert“ stellt, könnt ihr „Y“ für Jahr, „M“ für Monate, „W“ für Wochen, „D“ für Tage, „h“ für Stunden, „m“ für Minuten und „s“ für Sekunden als Modifikator verwenden. Netterweise, wird man auch darauf hingewiesen, dass, wenn man stündlich sichert und nur monatlich ein volles Backup macht etwas arg vielen inkrementellen Backups anfallen – was dann die Wiederherstellungsdauer negativ beeinflusst. Und von wegen Wiederherstellung, einzelne Dateien können meines Wissens nach nicht automatisch wiederhergestellt werden. Aber da bliebe einem dann immer noch der Umweg über das manuelle Wiederherstellen. Also entschlüsseln per AES Crypt oder GPG und sich dann durch die ZIP-Files wühlen.

Eine ausführliche, englische Anleitung gibt es übrigens hier.

Disclaimer: Ich habe keine Ahnung, wie gut die Verschlüsselung implementiert ist, erachte sie aber  für meine Zwecke als ausreichend und nutze momentan nur das AES256 Feature.

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